Spielplan

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10. Museumskonzert

VIKTOR ULLMANN
Slawische Rhapsodie op. 23

RICHARD STRAUSS
Violinkonzert d-Moll op. 8

ANTONÍN DVOŘÁK
Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60
 

DIRIGENT Dennis Russell Davies
VIOLINE Alena Baeva

 

Aus Böhmen und Bayern

Ein Violinkonzert von Richard Strauss? Selten gespielt, wenig bekannt – ob nur Talentprobe eines Münchner Gymnasiasten oder kompositorisches Freischwimmen für die folgenden großen Sinfonischen Dichtungen: Es lohnt in jedem Falle, das Stück sowie die in Moskau, Frankreich und der Schweiz ausgebildete Solistin zu hören. Ebenso wie die Slawische Rhapsodie von Viktor Ullmann. Der Komponist, Musiklehrer und Journalist wurde 1944, nur wenige Jahre nach der Komposition, im KZ ums Leben gebracht. Unbeschwerte Folklore prägt dieses Werk ebenso wie der originelle Einsatz des Saxophons, eines Instruments, das in der klassischen Musik nie einen richtigen Platz gefunden hat. Der Durchbruch als Sinfoniker gelang Ullmanns Landsmann Antonín Dvořák im Jahre 1880 mit seinem op. 60, das er als »Sinfonie Nr. 1« veröffentlichte (nach heutiger Zählung ist es seine 6. Sinfonie). »Zu der reizenden Frische und Natürlichkeit seiner früheren Werke gesellt sich nunmehr auch eine erfreuliche Beherrschung der Form«, lobte der allmächtige Kritiker Eduard Hanslick – der die Musik des jungen Richard Strauss freilich nicht mochte. Auch Kritiker können irren!

10 Uhr/19 Uhr »vor dem museum« mit Klaus Albert Bauer im Großen Saal