Gästebuch

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...wenn es ein Opernhaus schafft, wie vergangenen Samstag eindrücklich geschehen, während einer laufenden Vorstellung in einem Notfall (der Dirigent hatte einen Schwächeanfall) so professionell, menschlich und besonnen zu reagieren und dann auch noch einen hochkompetenten "Ersatz" aus dem Hut zaubert, dann ist das für mich ein weiterer Beweis dafür, auf welch hohem Niveau hier in Frankfurt Oper betrieben wird - es ist nur zu hoffen, dass sich unter den Zuschauenden auch vieleicht einige kommuale Kulturpolitiker_inen am Samstag in die "Forza" verirrt hatten und dies an ensprechender Stelle lobend einbringen können...

Danke für den Nachruf auf Michael Gielen durch die Orchestermusiker. Es gibt sicher eine größere Anzahl an Opernfreunden, die Michael Gielen die Liebe zur Musik, zur Oper und zu aufregendem Musiktheater zu verdanken haben. Jedenfalls geht es mir so. Das werde ich nie vergessen.

Liebe Oper Frankfurt. Herzlichen Dank für die vielen musikalischen Glücksmomente. Die Walküre hat mich tief berührt. Ein Gesamtkunstwerk. Die geniale Ring Idee. Wunderbar erzählt. Besser geht's nicht: Stimmen Orchester Regie. Das Ringen von Wotan und Brünhilde um die Liebe gipfelt in der Schluss Szene, wo der Kreis der Ringe um Brünhilde erglüht und sich der Feuerkreis auf sie herabsenkt. Nach Wotans letzten Worten: "Wer meines Speeres Spitze fürchtet, durchschreite das Feuer nie."

Übermorgen wird die neue Spielzeit präsentiert und ich hoffe sehr, dass Johannes Martin Kränzle dann nicht nur drei Abende wie diese Spielzeit an seinem "alten" Stammhaus auftreten wird. Und ich bin nicht die einzige. Also Daumen drücken.

Walküre... große Enttäuschung... das Orchester glänzte durch hohes Niveau. Das war auch schon das Gute.
DAs Bühnenbild schien eine Interpretation einer Herdplatte eines Kohleofens von vor 80 Jahren. Wechselnde ‘Ringe’ in synchroner Geschwindigkeit im Versuch die Langeweile zu unterbieten. Die Akteure waren kaum zu finden. Auch das Aushorchen nach stimmlicher Brilianz brachte keine nennenswerte Höhenflüge. Die mangelnde spürbare Spielfreude war auf mich als Besucher ansteckend.
Leider war es ein enttäuschender Abend mit einer Vorführung, bei der das Potential nur zur Hälfte aufgeführt wurde.