Spielplan

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Lohengrin

Richard Wagner 1813-1883

Romantische Oper in drei Aufzügen
Text vom Komponisten
Uraufführung am 28. August 1850, Hoftheater, Weimar

Mit Übertiteln

Einführung eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vor jeder Vorstellung im Holzfoyer

Heinrich der Vogler Andreas Bauer
Lohengrin Vincent Wolfsteiner
Elsa von Brabant Annette Dasch
Friedrich von Telramund Robert Hayward
Ortrud, seine Gemahlin Sabine Hogrefe
Der Heerrufer James Rutherford

Erzählt wird in dieser Romantischen Oper von der Reise der Sehnsucht aus der Höhe in die Tiefe. Wagner hat den symbolischen Archetyp seiner Fabel von der Schwanenfahrt des Gralsritters als Formel festgehalten: »Die Berührung einer übersinnlichen Erscheinung mit der menschlichen Natur, und die Unmöglichkeit der Dauer derselben.« Die Frankfurter Inszenierung transferiert den im Mittelalter spielenden Stoff in das 20. Jahrhundert. »Ich zeige die Reaktionen der Menschen auf die Bilder, nicht die Bilder selbst«, artikuliert Regisseur Jens-Daniel Herzog und verlagert seine bei der Premiere stürmisch gefeierte Inszenierung in jene künstlichen Paradiese, worin heute Wunschwelten und Existenzängste aufeinanderprallen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Traumatisierung einer jungen Frau, die man für den Tod ihres kleinen Bruders verantwortlich machen will. Ihr kommt der Gralsheld Lohengrin unter der Bedingung zu Hilfe, dass sie nie nach seinem Namen frage. Elsa aber stellt die verbotene Frage. Am Ende verlässt der Schwanenritter den Schauplatz, an dem man sich nunmehr für den Krieg rüstet. Da aber geschieht ein Wunder.

(…) Vincent Wolfsteiner erlebte man zum ersten Mal in der Titelrolle – er zeigte eine helle und klare, ausdrucksvolle Stimme und wirkte auch darstellerisch sehr beweglich und überzeugend. (…)
Die bekanntesten Partien dieser Oper ballen sich im dritten Aufzug – der um den Extrachor verstärkte Opernchor ließ in der Brautmusik keine Wünsche offen und zeichnete die Hymne angenehm klar, aber zurückhaltend, intim. (…) Großen Anteil an diesem Erfolg der Wiederaufnahme aber hatte abermals das Opern- und Museumsorchester. Diesmal stand es unter der Leitung des temperamentvollen Stefan Blunier. Nicht nur die Blechbläser waren immer wieder ein Genuss!

Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse


(…) Annette Dasch ist mit ihrem körperreichen, von Beginn an tragisch infizierten und gut fokussierten Sopran, mit ihrem Liebreiz und virtuosen Süße eine Idealbesetzung für die Elsa. (…)

Heiko Schon, www.kultura-extra.de


(…) Elsa wurde mit der Bayreuth-erfahrenen Annette Dasch und ihr Bräutigam mit Vincent Wolfsteiner besetzt, der diese Rolle mit heldentenoraler Stimme interpretierte. Das andere Paar mit Sabine Hogrefe als Ortrud, die mit einer lupenreinen Höhe stimmlich auffiel, und mit Robert Hayward als Telramund, der in diesem Haus schon mehrfach mit seinem dramatischen Bariton erfolgreich auftrat.
Der Heerrufer, der seine Rolle als Hausmeister ausfüllte, war mit James Rutherford besetzt und Heinrich der Vogler verkörperte das Ensemblemitglied Andreas Bauer mit seinem voluminösen Bass.
Summa summarum kann man von einer empfehlenswerten Wiederaufnahme sprechen, die auf eine arbeitsintensive Probenarbeit schließen lässt.

Franz Roos, www.der-neue-merker.de

Ihre Auswahl

Donnerstag
03. November 2016
Beginn
17.00 Uhr
Dauer
ca. 4. Std. 30 Min. inkl. zwei Pausen
Ort
Opernhaus
Abonnement
Serie 09
Preise
B

Besetzung

Musikalische Leitung
Stefan Blunier
Regie
Jens-Daniel Herzog
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Hans Walter Richter
Bühnenbild und Kostüme
Mathis Neidhardt
Licht
Olaf Winter
Chor, Extrachor
Tilman Michael
Dramaturgie
Norbert Abels
Heinrich der Vogler
Andreas Bauer
Lohengrin
Vincent Wolfsteiner
Elsa von Brabant
Manuela Uhl
Friedrich von Telramund
Robert Hayward
Ortrud, seine Gemahlin
Sabine Hogrefe
Der Heerrufer
James Rutherford

Chor und Extrachor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester