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Lawrence Zazzo (Countertenor)
Simon Lepper (Klavier)

Mit Lawrence Zazzo gibt einer der außergewöhnlichsten Countertenöre unserer Zeit sein Liederabend-Debüt an der Oper Frankfurt. Der gebürtige Amerikaner begeistert im Opern- und Konzertbereich gleichermaßen mit überwältigender Musikalität und einnehmender Bühnenpräsenz, vor allem aber mit seiner Fähigkeit, die eigene Stimme brillant schillern zu lassen. Dem Frankfurter Publikum ist der Experte für Alte und Neue Musik als Ottone (Agrippina), Ruggiero (Orlando furioso) und Odysseus (Uraufführung von Rolf Riehms Sirenen) bestens bekannt. Gefeierter und regelmäßiger Gast ist Lawrence Zazzo auch in Glyndebourne und Edinburgh, Hamburg, München, Zürich, Brüssel, Paris, London, Wien und New York, wo er mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Ivor Bolton, Christopher Hogwood, Christophe Rousset, Peter Eötvös, Rinaldo Alessandrini und James Conlon zusammenarbeitet. Eine umfangreiche Diskografie – etwa Gesamteinspielungen von Händels Alessandro unter Michael Form, Messiah unter Peter Dijkstra, Giulio Cesare in Egitto unter Emmanuelle Haïm und Saul unter René Jacobs, das Arienalbum A Royal Trio unter David Bates und das 2007 gemeinsam mit dem Paragon Saxophone Quartet aufgenommene Renaissance-Album Byrdland – dokumentiert das Schaffen von Lawrence Zazzo, der vor seiner Gesangsausbildung Musik und Englische Literatur studierte und kürzlich in Musikwissenschaft promovierte.

Unter dem Titel Songs my mother taught me werden in Frankfurt Lieder von Samuel Barber, Ned Rorem, Charles Ives und William Bolcom zu hören sein.

Das detaillierte Programm des Liederabends finden Sie hier.

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(…) Welch ein außergewöhnliches Programm! Wann hört man hierzulande schon mal Kunstlieder von Charles Ives oder Samuel Barber? Und Komponisten wie Ned Rorem oder William Bolcom finden sich erst recht nicht im deutschen Klassik-Repertoire. Allein deshalb lohnte der jüngste Liederabend in der Frankfurter Oper den Besuch. Und wenn dann noch ein so fabelhafter Sänger-Schauspieler wie der amerikanische Countertenor Lawrence Zazzo mit seinem kongenialen Klavierpartner Simon Lepper das Publikum mit auf Entdeckungsreise durch die Welt der „American Art Songs“ des 20. Jahrhunderts nimmt, dann ist das Glück für jeden Kunstlied-Freund nahezu perfekt. (…)

Michael Dellith, Frankfurter Neue Presse


(…) Ausschließlich US-amerikanische Moderne bot der in England lebende Sänger unter dem Titel Songs my Mother Taught me – American Art Songs des 20. Jahrhunderts. Ein Programm, das zum guten Teil höchst unlyrische und profan-realistische Sachverhalte des Lebensvollzugs thematisierte.
Am drastischsten wohl bei den tagebuchartigen Notizen Walt Whitmans aus dem amerikanischen Bürgerkrieg mit seiner schonungslosen Darstellung verendender Soldaten, die Ned Rorem, ein heute 93-jähriger Komponist, auch im Gedanken an die Vietnam-Opfer 1969 in einer kruden und bissigen Weise zu vertonen suchte. Hier war die trotz ihrer Höhe immer markante und feste, von gängiger Falsett-Farbe sich fern haltende Stimme Lawrence Zazzos ideal. (…)

Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau

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