Spielplan

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Il trovatore

Giuseppe Verdi 1813-1901

Oper in vier Teilen
Text von Salvadore Cammarano nach dem Drama El trovador (1836) von Antonio García Gutiérrez
Uraufführung am 19. Januar 1853, Teatro Apollo, Rom

Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden London

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Musikalische Leitung Jader Bignamini
Conte di Luna Brian Mulligan (Sept/Okt) / Tassis Christoyannis (Dez/Jan)
Leonora Elza van den Heever (Sep/Okt) / Leah Crocetto (Dez / Jan)
Azucena Tanja Ariane Baumgartner / Ewa Płonka (3., 7. Okt)
Manrico Piero Pretti (Sep/Okt) / Alfred Kim (Dez/Jan)
Ferrando Kihwan Sim (Sep/Okt) / Daniel Miroslaw (Dez/Jan)
Ines Alison King* (Sep/Okt) / Elizabeth Sutphen* (Dez/Jan)
Ein Zigeuner Thesele Kemane* / Yongchul Lim
Ruiz Theo Lebow

*Mitglied des Opernstudios

Eine traumatisierte Frau, die der Verbrennung ihrer Mutter zusehen muss, im Wahn zwei Kinder verwechselt und versehentlich ihr eigenes dem Feuer übergibt. Die nicht minder tragische Geschichte zweier Brüder, die nichts voneinander wissen und dennoch dieselbe Frau lieben. Das Widersprüchliche im Geschehen ernst nehmen und das Bizarre der Handlung darstellen. David Bösch und sein Team zeigen das ganze Drama: die von Rachsucht geleitete Azucena, Leonora, die um der Liebe willen den Freitod wählt, Manrico, der aus Eifersucht die sterbende Leonora der Untreue bezichtigt und der von Hass getriebene Graf Luna, der in Unkenntnis der wahren Zusammenhänge den eigenen Bruder tötet.

Seit der Uraufführung 1853 polarisiert Il trovatore seine Zuschauer: Fragen zur Handlung und Entsetzen über den bizarr verworrenen Stoff auf der einen Seite — Hexen werden verbrannt, Kinder geraubt, Novizinnen aus dem Kloster entführt, Gift genommen und Hinrichtungen vollstreckt —, Beifall und Jubel für hinreißende Belcanto-Nummern und wirkungsvolle Chöre auf der anderen. Obwohl die Protagonisten als Opfer von Wahn, Hass, Eifersucht, Liebe und Rachegelüsten agieren, hält sich Il trovatore als eine der populärsten Verdi-Opern auf den Spielplänen.