Spielplan

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Falstaff

Giuseppe Verdi 1813-1901

Commedia lirica in drei Akten
Text von Arrigo Boito nach The Merry Wives of Windsor (1597) und King Henry IV (1597) von William Shakespeare
Uraufführung am 9. Februar 1893, Teatro alla Scala, Mailand

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Einführung vor jeder Vorstellung eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer

Sir John Falstaff Željko Lučić
Ford, Alices Gatte James Rutherford
Fenton Martin Mitterrutzner
Nannetta, Alices Tochter Elizabeth Reiter / Kateryna Kasper
Mrs. Alice Ford Jessica Strong
Mrs. Meg Page Paula Murrihy / Claudia Mahnke
Mrs. Quickly Anna Larsson
Dr. Cajus Hans-Jürgen Schöpflin
Bardolfo, in Falstaffs Diensten Ralf Simon
Pistola, in Falstaffs Diensten Barnaby Rea
Mr. Page Christof Fleischer

Es ist kaum zu glauben: Mit seiner 28. und letzten Oper erfand sich der 80-jährige Verdi noch einmal neu. Alle Konventionen der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts hinter sich lassend, spielt er mit diesen ebenso wie mit zahlreichen Zitaten eigener Werke sowie solchen seines Antipoden der späten Jahre, Richard Wagner. Schon sieben Jahre zuvor hatte Verdi sich von Arrigo Boito mit einem Shakespeare-Libretto (Otello) verführen lassen, noch einmal zur Feder zu greifen. Diesmal befeuerte ihn der anspielungsreiche, verschiedene Shakespeare-Dramen kompilierende Text Boitos zu einer altersweisen Komödie. Keith Warner hat das Stück mit leichter Hand in einem wandlungsfähigen Bühnenbild, das auf die Architektur des Globe Theatre am Themseufer anspielt, inszeniert. Am Ende stimmt der aus Geldnot auf Freiersfüßen wandelnde, dicke Ritter Sir John, nachdem ihm zuvor mehrfach übel mitgespielt wurde, notgedrungen in die Quintessenz der grandiosen Schluss-Fuge ein: »Alles auf der Welt ist Scherz.«