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Die Entführung aus dem Serail

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

Deutsches Singspiel in drei Aufzügen KV 384
Text von Johann Gottlieb Stephanie d.J.
Uraufführung am 16. Juli 1782, Burgtheater Wien

Premiere am 19. Oktober 2003

Mit Übertiteln
Einführung vor jeder Vorstellung eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer.

Koproduktion mit dem Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel

Musikalische Leitung Sebastian Weigle / Nikolai Petersen
Konstanze Irina Simmes
Blonde Gloria Rehm / Nora Friedrichs
Belmonte Martin Mitterrutzner
Pedrillo Michael Porter / Peter Marsh
Osmin Andreas Bauer
Bassa Selim Christoph Quest

Christof Loy liest Mozarts Singspiel in seiner 1999 in Brüssel entstandenen Inszenierung, die seit 2003 im Repertoire der Oper Frankfurt ist, konsequent als Beziehungsgeschichte zweier Paare, die in Wahrheit in Dreiecksverhältnisse verstrickt sind. Konstanze ist fasziniert von Bassa Selim, der sie auf so ganz andere Weise liebt als ihr Verlobter Belmonte; ihre Treue wird dadurch auf eine harte Probe gestellt. Auch Blonde ist nicht unempfänglich für das Werben Osmins, trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Exotik; es fällt ihr nicht leicht, sich dann doch für ihren Pedrillo zu entscheiden. So steht weniger die Entführung aus dem Serail oder gar ein realitätsnahes Bild des Orients im Vordergrund als eine psychologisch genaue Studie der Liebenden. Deren Dilemma wird auf die Spitze getrieben im Augenblick des freudigen Wiedersehens, im Quartett am Ende des 2. Aktes: Da tut sich plötzlich der Abgrund des Zweifels der Männer an ihren Frauen auf. Doch Mozarts alles versöhnende Musik hilft, den Riss zu kitten, und am Ende ermöglicht der großherzige Verzicht des Bassa einen guten Ausgang.