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Der fliegende Holländer

Richard Wagner 1813 - 1883

Romantische Oper in drei Aufzügen
Text vom Komponisten
Uraufführung am 2. Januar 1843, Königliches Hoftheater, Dresden

Premiere am 29. November 2015

Mit Übertiteln
Einführung jeweils eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung im Holzfoyer

Der Holländer Iain Paterson
Senta Erika Sunnegårdh / Elisabeth Teige (28. Mai)
Erik Vincent Wolfsteiner / AJ Glueckert (28.5.)
Daland Andreas Bauer
Mary Maria Pantiukhova
Steuermann Michael Porter

Mit dem Fliegenden Holländer beginnt, nach den drei Frühwerken, die Reihe der Musikdramen Richard Wagners, mit denen er die Kunstform Oper revolu-tionierte. Anders als die späteren Werke ist dieses Stück jedoch in seiner pausenlos zu spielenden, etwas über zwei Stunden langen Urfassung von größter Knappheit und konziser Lakonik in der Schilderung der Situationen und Charaktere. Der Heinrich Heine entlehnte Mythos vom Seefahrer, der sich in einem Teufelspakt selbst zu ewig untotem Umhersegeln auf den Weltmeeren verdammt hat, war Richard Wagner auf einer stürmischen Seereise von Riga nach England wieder in den Sinn gekommen. Rund um den Kern der Senta-Ballade komponierte er das Drama von der abermals scheiternden Erlösung des ruhelosen Holländers. David Bösch hat das Stück unter der von Patrick Bannwart entworfenen, bühnenfüllenden, sich bedrohlich drehenden Schiffsschraube als packendes Drama mit Bezügen zu heutigen Outcasts inszeniert

(…) Generalmusikdirektor Sebastian Weigle übernahm bei dieser gewichtigen (und hervorragend besuchten) Wiederaufnahme die Leitung des Opern- und Museumsorchesters und sorgte für einen intensiven und kraftvollen Orchesterklang, der ja für den Fliegenden Holländer charakteristisch ist.
Erika Sunnegårdh aus Schweden hatte bereits bei der Premiere überzeugt und war auch diesmal wieder optimal in Form, besonders im zweiten Akt in der Spinnstube. Füllig und kraftvoll präsentierte sich der neue Holländer, Iain Paterson, dessen Bayreuth-Erfahrung sich auch vorteilhaft für das Frankfurt-Engagement auszahlte.
Vincent Wolfsteiner als Erik, Andreas Bauer in der wichtigen Rolle des Daland sowie Michael Porter als Steuermann hoben die Qualitäten des Opernhausensembles hervor. Aufgenommen in den riesigen Schlussapplaus aber wurde auch der kernig und geradlinig agierende Opernchor mit seinem Leiter Tilman Michael.

Matthias Gerhart, Frankfurter Neue Presse