Gästebuch

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Was für ein neuer Spielplan 2017/18 !!!
Ich mag es kaum glauben, was da alles an tollen Produktionen und Sänger_innen angekündigt ist... - unter Vielem: endlich kommt Michael Spyres nach Frankfurt! Vielen Dank dafür, Herr Loebe und alle andere Verantwortlichen; vielleicht freuen wir uns jetzt alle mal ein paar Tage darauf, ohne an mögliche Abrisse, Neubauten oder Ähnliches zu denken... - brauch 'ne Dauerkarte...

Eben lese ich , das die Frankfurter "Carmen" vom ROH Covent Garden übernommen wird . Was für ein schöner Erfolg für unsere Oper Frankfurt . Gratulation !

Pelleas und Melisande von Claude Debussy 17.4.2017

Besser geht´s nicht!

Debussy ´s impressionistische Oper mit Tiefenwirkung excellent dargeboten vom Opernorchester unter der Leitung der Erfurter GMDIn Joana Mallwitz.
Mit den hervorragenden SängerInnen/SchauspielerInnen Bürger/Arquez/Mulligan/Nagyova/Sheratt in einer ausgezeichneten Inszenierung von Claus Guth. Das war Musiktheater auf höchstem Niveau. Sehnsüchte, Verletzungen, Eifersucht, Hoffnungen kongenial in Szene gesetzt nach der kryptischen Vorlage von Maeterlinck. Für mich ein grosser Musikgenuss und gleichzeitig ein unausweichlicher Anstoss zum Nachdenken. Oper für die Seele. Am Ende grosser Applaus.

Hans-Peter Hoogen

Die neue Produktion von "Rigoletto" ist ein ganz besonderes, herausragendes Ereignis. Nach so vielen mißglückten Inszenierungen dieses Werks ist des dem Regisseur Müller gelungen, eine überzeugende Interpretation zu realisieren, allerdings nicht ohne Übertreibungen. Auch ist der seltsame Trauerzug mit Gilda Leiche nicht begründbar. Aber davon abgesehen sind die Charaktere der Personen und das kriminelle Milieu der Hofgesellschaft sehr gut herausgearbeitet und durch eine einfallsreiche Personenführung ergibt sich eine durchgehende große Spannung. Auch das Bühnenbild ist mit seinen vielen Auftrittsmöglichkeiten großartig. Sehr gut auch das Finale mit dem langsamen Verschwinden von Gilda. Alles in allem eine sehr unkonventionelle, aber sehr überzeugende Inszenierung. Die musikalische Realisierung ist überwältigend großartig gelungen durch den energischen Dirigenten Montanaro, durch unser souveränes, wundervolles Orchester und den ebenso qualifizierten Chor - wir können auf Beide stolz sein. Sie Solisten waren Sonderklasse und nicht mehr zu übertreffen, Brenda Rae schauspielerisch und gesanglich eine Idealbesetzung, ebenso Quinn Kelsey, der beste Rigoletto , den ich je erlebt habe und wenn es mit rechten Dingen zugeht, müßte er "Sänger des Jahres" werden. Mario Chang war ebenfalls ausgezeichnet. Alle übrigen genau rollengerecht besetzt, wobei Önay Koese durch seinen profunden Baß besonders auffiel. Also wieder ein besonderes Erlebnis, das lange zum Nachdenken angeregt hat.

Ich hatte Karten für "Pelléas und Melisande gekauft wegen der sehr eindrucksvollen Inszenierung und vor allem, weil ich erleben wollte, ob Björn Bürger vor dem mächtigen Vorbild von Christian Gerhaher bestehen könne. Er hat alle Erwartungen voll überzeugend und glänzend erfüllt, mehr noch, mir scheint, die Stimme klang frischer und jugendlicher und war allen Anforderungen großartig gewachsen, Gratulation! Gaelle Arquez ist besonders wandlungsfähig, nach ihrem beeindruckenden Xerxes war sie jetzt mit vielen stimmlichen und ausdrucksmäßigen Nuancen eine vollkommen adäquate Besetzung der Melisande. Auch alle anderen Rollen waren genau rollen- und typengerecht ausgezeichnet besetzt. Die Dirigentin Joana Mallwitz war eine vollkommene Interpretin der schwierigen Partitur und unser wundervolles Orchester wie immer bewundernswert. Also wieder ein besonders, eindrucksvolles Erlebnis, wofür ich allen Beteiligten danke.