Gästebuch

 Gästebuch 

 

Frau Krumrei stimme ich völlig in allen Punkten zu. Rinaldo war einer der großen Höhepunkte der Saison und Trovatore dafür der absolute Tiefpunkt. Dido/Blaubart werde ich auch vermissen, aber es liegt bitteschön auch an 'uns' Besuchern, die Vorstellungen waren bis auf die letzten zwei miserabel verkauft. Und das bei einer der Spitzenproduktionen der letzten zehn Jahre, jedenfalls aus meiner Sicht... Ist leider manchmal so, mein viel geliebter Janacek läuft in Frankfurt meistens auch nicht toll. Mal sehen, wie das mit dem Totenhaus wird. Leute reingehen!

Vielen Dank für die offenen Worte von Herrn Loebe zur jüngsten „Trovatore“-Produktion im Opernmagazin. Viele Frankfurter Opernfreunde hatten gerätselt, wie es zu diesem Debakel, was sich von der Premiere bis zur letzten Vorstellung zog, kommen konnte , zumal wenn gleichzeitig im Depot mit „Rinaldo“ demonstriert wurde, wie man quasi ohne alles ein ganz großes Wunder produzieren kann . Es ist sehr bedauerlich, dass die missratene Trovatore- „Inszenierung“ weiterhin im Spielplan bleibt und so eine wunderbare Produktion wie der Doppelabend „Dido / Blaubart“ gestern seine letzte Aufführung erlebt haben soll.
Um den Zauber zu erhalten gehört der „Rinaldo“ ins Depot und nicht auf die große Bühne!

"Dido und Aeneas" und "Herzog Blaubarts Burg" war ein ganz bedeutendes und höchst eindrucksvollen Erlebnis. Trotz der musikalisch völlig unterschiedlichen Werke ergab sich die Kombination als voll überzeugend, obwohl auch die szenische Realisierung in beiden Werken ganz eigene Wege ging. Großartig, und für mich etwas unerwartet. Das lag an der äußerst einfallsreichen Regie von Barrie Kosky, dessen großartige "Carmen" wir ja schon erleben durften - leider hat er anscheinend wenig Zeit, öfters nach Frankfurt zu kommen. Jedenfalls hat er an diesem Abend durch eine äußerst einfallsreiche Personenführung und sehr viele originelle Details eine sehr spannende Aufführung zustande gebracht. Es sind z. T. sehr kleine Details, wie z. B. die Bewegungen der Hexen, die Mimik und Gestik, die eine ganz besonders lebendige und abwechslungsreiche Aufführung ergeben. Auch bei Blaubart sind es die vielen kleinen Details in der Personenführung, die alles erklären und eine Bebilderung durch Kulissen überflüssig machen. Nochmals: großartig. Auch die musikalische Realisierung war (wieder) etwas Einmaliges. Unser wundervolles Orchester und der souveräne und voll überzeugende Dirigent Karsten Januschke sind wahre Chamäleons, wandlungsfähig von autentischem Barockklang bis zu den gewaltigen Orchestereruptionen bei Blaubart. Auch die Solisten waren alle genau typengerecht und rollendeckend besetzt. Cecelia Hall, eine echte Neuentdeckung, war eine voll überzeugende und ergreifende Dido, Sebastian Geyer wie immer gesanglich und darstellerisch außerordentlich präsent, die 2 Hexen, Frau Reiter und Frau Dawson besonders gesanglich durch ihre Stimmfärbungen stark charakterisiert. In Blaubart waren Claudia Mahnke und Andreas Bauer durch ihre außerordentliche Intensität und unendlich vielen Differenzierungen die idealen Interpreten. Also wieder einmal ein ganz besonderes Erlebnis, für das ich allen Beteiligten sehr danke. Übrigens: Herr Januschke könnte doch öfters nach Frankfurt zurückkehren.

I attended the performance of Onegin last Friday and I just want to say thank you for a thrilling night! Especially the two main characters Tatiana and Onegin, played by Ms Bochmanova and Mr Schmutzhard, were just wonderful: Gorgeous singing and brilliant acting!
Goosebumps and tears, not only in the end!

Händel..."Rinaldo"...Musik und Bilder der großartigen Inszenierung im Bockenheimer Depot haben sich tief in mich eingegraben, noch nach Wochen habe ich "positive Flashbacks". Dank an alle Beteiligten, dass sie uns Zuschauern dieses ausserordentliche Musikerlebnis ermöglicht haben. Bitte um Wiederaufnahme ! Und: Bitte um mehr Orlínski !